VP-Sleuth - Postspielregeln

Sleuth ist im bürgerlichen Leben ein Deduktions-Kartenspiel von Sid Sackson. Die Postvariante setzt den Besitz des Spiels allerdings nicht voraus. Das Original besteht aus 36 Edelsteinkarten, die die 36 möglichen Kombinationen aus den Typen Diamanten, Perlen und Opale, den Farben rot, blau, grün und gelb und den Zahlenwerten 1, 2 und 3 zeigen. Hinzu kommt ein Satz Fragekarten, die im Postspiel nicht benötigt werden.

Idee des Spiels ist, die Verteilung der Karten durch geschicktes Fragen so schnell wie möglich zu ermitteln. Während des Spiels sammelt man für seine richtigen Teilinformationen Siegpunkte (victory points – daher der Name VP-Sleuth).

Die Regeln

Zu Beginn des Spiels werden die 36 Edelsteinkarten auf verschiedene Platzhalter verteilt. Es gibt sieben Platzhalter (A–G) mit je fünf Karten und einen Platzhalter (X) mit einer Karte. Das Spiel läuft über zwölf Spielrunden, während derer die Mitspieler versuchen, die Kartenverteilung zu ermitteln und dabei möglichst viele Siegpunkte zu erspielen.

Jeder Spieler darf jede Runde eine Frage an einen der Platzhalter stellen. Diese Frage darf ein oder zwei Elemente (Typ, Farbe, Zahlenwert) enthalten; beispielsweise „Wie viele Diamanten hat Platzhalter A?“ oder „Wie viele rote Einer hat Platzhalter B?“, nicht aber „Wie viele blaue Perlen Zweier hat Platzhalter B“ (drei Elemente!). An Platzhalter X können keine Fragen gestellt werden. Die Antworten auf diese Fragen werden in der Auswertung für alle Spieler sichtbar veröffentlicht.

Ausserdem darf jeder Spieler jede Runde Tipps über die Position einzelner Karten abgeben (beispielsweise: „Der rote Diamant Einer gehört Platzhalter A“). Die Anzahl solcher Tipps ist beliebig, also von 0 bis 36. Tipps auf Platzhalter X sind ebenfalls möglich. Für diese Tipps erhalten die Spieler Siegpunkte: Einen Pluspunkt für jeden richtigen Tipp, zwei Minuspunkte für jeden falschen. Sicher lokalisierte Edelsteine können (und sollten) in jeder Runde wieder getippt werden, um dafür Punkte zu erhalten. Die Spieler erhalten keine detaillierten Informationen zu ihren Tipps, sondern erfahren lediglich die Gesamtpunktzahl, die diese einbringen. Wenn ein Spieler beispielsweise vier Tipps abgibt und dafür einen Pluspunkt erhält, weiss er, dass drei seiner Tipps richtig waren (+3 Punkte) und einer falsch (-2 Punkte). Er weiss aber nicht, welcher Tipp falsch war. Seine Aufgabe ist, das durch Deduktion (auch mithilfe der veröffentlichten allgemeinen Antworten) herauszufinden.

Ab der fünften Spielrunde werden Bonuspunkte verteilt. Der Spieler der in einer Runde die meisten richtigen Tipps abgibt, erhält 3 Bonuspunkte, der Spieler mit den zweitmeisten richtigen Tipps 2 Bonuspunkte, der mit den drittmeisten 1 Bonuspunkt.

Wer nach zwölf Spielrunden die meisten Siegpunkte hat, gewinnt das Spiel.


Spielleiter im DS: Lukas Grossmann
© Mai 1985: Micha Heissing und 22.6.2010: Lukas Grossmann, letzte Änderung: 3.5.2011

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